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Die Edition Massonneau lässt sich bei ihren Ausgaben von drei Zielen leiten. Die Ausgaben sollen:

  • den Notentext möglichst eng an die Intentionen des Komponisten heranführen,
  • den historischen Kontext der Komposition erschließen und
  • den Notentext für die Aufführung im Konzertsaal praxisgerecht präsentieren.
     

Daraus ergeben sich folgende Editionsgrundsätze:
 

Genauigkeit des Notentextes

  • Die Ausgaben beruhen auf dem Autograph bzw. dem Erstdruck.
  • Alle in Zweifelsfällen vom Herausgeber getroffenen editorischen Entscheidungen werden in einem Editionsbericht aufgelistet und stichwortartig begründet; dieser kann auf der Internetseite der Edition Massonneau kostenlos eingesehen und ggfs. heruntergeladen werden. Dieser kostenlose Service spart Ressourcen und erlaubt der Edition Massonneau Aktualisierungen, so dass der Editionsbericht immer auf dem neuesten Stand ist (siehe z.B. Kücken, Charakterstücke).
     

Historische Informiertheit

  • Ein Vorwort in Deutsch und Englisch informiert ausführlich über den Komponisten und die Entstehungsumstände des Werkes.
  • Die Ausgaben präsentieren eine Abbildung der Titelseite und einer Notenseite des Autographs/Erstdrucks. Wenn verfügbar, wird ein Bildnis des Komponisten gezeigt – wenn möglich aus der Entstehungszeit des Werkes.
     

Praxisgerechte Gestaltung

  • Ergänzungen und Abweichungen gegenüber dem Autograph/ Erstdruck werden nicht im Notendruck kenntlich gemacht, um diesen von Zusätzen und unterschiedlichen Schrifttypen frei zu halten. Editorische Entscheidungen sind dem Editionsbericht zu entnehmen (s.o.). Die von anderen Verlagen bevorzugten sog. diakritischen Zeichen im Notentext (Kleinstich, Kursivdruck, Strichelung usw.) erschweren nach Einschätzung der Edition Massonneau den praktischen Gebrauch, weil sie den Notentext überladen, zu Missverständnissen führen und den Ausführenden verwirren können. Das Argument, so könne der Editionsbericht entlastet werden, überzeugt schon deswegen nicht, weil z.B. auch ein hinzugefügter Bindebogen sich nicht selbst erklärt, sondern - etwa durch den Hinweis auf eine Parallelstelle - im Bericht begründet werden sollte. 
  • Jede Ausgabe enthält neben den Einzelstimmen eine Partitur (bei Werken mit Klavier ist dies die Klavierstimme).
  • Bei längeren Pausen oder Einsätzen, die sich nicht ohne weiteres erschließen, sind Stichnoten behilflich.
  • Der Notentext ist so aufgeteilt, dass ein problemloses Umblättern möglich ist (insbesondere Vakatseiten).